Aktion 2007
VILLA YOYO
 
DIE VILLA YOYO
ist ein Angebot, es ist keine Anmeldung erforderlich, der Besuch ist kostenlos


     
 


DIE VILLA YOYO

bietet sozial benachteiligten Kindern die Möglichkeit, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten



 

Ein gemeinsames Zvieri, von den Kindern zubereitet, wird von allen geteilt

 

 

 

IN DER VILLA YOYO
lernen die Kinder Selbstverantwortung zu übernehmen und andere zu respektieren. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Gewalt- und Suchtprävention.



Gemeinsames Spielen, Rituale und Umgangsformen sind hilfreiche Mittel, um kulturelle Unterschiede zu überbrücken und erste Schritte zur Integration zu ermöglichen.

     
 
Neue Nachrichten über Villa YoYo
 

Im Frühjahr 2008 unterbreitete uns Frau Martine Miquel von den Unions Chrétiennes Genf und verantwortlich für das soziale Kinderheim Villa YoYo einen genialen Vorschlag:

In Zusammenarbeit mit dem Institut Jaques-Dalcroze in Genf soll ab September ein Programm mit den Villa YoYo-Kindern beginnen, das die folgenden drei Gebiete umfasst:
Einmal in der Woche kommt eine Musiklehrerin vom Institut für 1-1/2 Stunden zu den Kindern in der Villa YoYo und motiviert sie mit Rhythmik und Musik.
Die Kinder werden regelmässig per Bus zu diversen Rhythmik-Vorstellungen ins Institut eingeladen, um bei ihnen Freude an der Musik und an rhythmischen Bewegungen zu erwecken. Auch die Betreuer werden geschult, und zwar ca. 4 x halbtags, durch Frau Marina Roh, Dekanin der Rhythmik-Klassen im Institut Jaques-Dalcroze, die über dieses Programm sehr begeistert ist.

     
 
Wir danken besonders Frau Silvia Del Bianco, Direktorin des Instituts Jaques-Dalcroze, die sich spontan bereit erklärte, dieses komplett neue Projekt mit den aus schwersten sozialen Verhältnissen stammenden Kindern der Villa YoYo durchzuführen.
Musique et Vie Sektion Genf übernimmt die vorgesehenen Kosten von ca. CHF 7'000.-, die vom Erlös der diversen Konzert-Kollekte und privaten Spenden im Jahr 2007 finanziert werden können.

 
Feier zum Schulende 2011 im Institut Jaques-Dalcroze
     
  An der Feier zum Schulende im Institut Jaques- Dalcroze konnten auch die Kinder von der Villa YoYo Versoix teilnehmen. Sie zeigten eine wunderschöne Aufführung mit Tanz, Gesang, in reizenden indischen Kostümen..
 
Ich muss wirklich sagen, es war rührend und aufbauend festzustellen, wie unser Projekt seit 3 oder 4 Jahren gewachsen ist. Tamaé Gennai, die Lehrerin vom Institut Jaques-Dalcroze hat mit diesen Kindern eine unglaubliche Kreativität entwickelt, dass man nur staunen kann.
Die Kinder konnten die Geschichte, Tanz, Gesang und Gestik selbst zusammen-stellen, die indischen Kleidungsstücke kamen von Tamaé. Zuerst sah man 2 Kindergruppen, die eine Gruppe waren die Mütter und die andere ihre Kinder.
Letztere wollten ihr indisches Dorf verlassen, um in die weite Welt zu ziehen. Doch die Mütter waren damit nicht einverstanden. So zogen die Kinder eines Nachts allein los und verliessen ihr Dorf. Man sieht sie wie Schattenpuppen hinter einer Wand wandern und tanzen.
Die Mütter sind sehr verzagt. Traurige Tänze und Gebärden. Als die Kinder wieder zurückkommen, gibt es natürlich Rüge und Vorwürfe. Aber Ende gut, alles gut. Eltern und Kinder versöhnen sich und wohnen wieder vergnügt zusammen. Die Rhythmik- Lehrerin Tamaé Gennai begleitete am Klavier und auch auf der Trommel und sonstigen Tönen und poetischen Beiträgen.
Angeblich, als man die Kinder zögernd stehen sah und sie fragend zu ihr blicken, hat sie uns anschliessend erzählt, warteten sie auf ein Zeichen von ihr, aber sie war so gerührt und hatte Tränen in den Augen, dass sie nicht mehr reden und singen konnte.
Wenn ich diese Vorführung von 2011 mit der von 2009 vergleiche, ist eine Welt dazwischen - viel Arbeit, viel Zeitopfer, viel gegenseitiges Vertrauen, viel Mitarbeit auch mit den Eltern der Kinder, von denen einige Moslems sind und vorher den Kindern verboten hatten, diese Rhythmikstunden zu besuchen
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Es war schön zu sehen, dass unsere Aktion wirklich etwas zustande gebracht hat. Und einige von diesen Mädchen haben unglaubliches Talent. In kurzer Zeit konnten sie dieses Programm ohne Fehler durchführen.... na,ja, sie sind noch jung und merken sich eine Choreographie, die sicher 10-15 Minuten oder mehr gedauert hat. Man kann wirklich sagen, es war ein unglaublich positiver Erfolg, diese Kinder, die aus den ärmlichsten und chaotischsten Verhältnissen kommen, so strahlend und glücklich nach ihrerm Auftritt zu sehen!

Anschliessend konnten wir noch mit Frau Del Bianco, der Direktorin und Vanessa Dahan sprechen. Ziel ist, weiter zu machen. Tamaé wird ein Jahr nach Indien gehen, kommt aber wieder zurück. In der Zwischenzeit wird sie von einer anderen Lehrerin vom Institut ersetzt. Ich erwähnte, dass wir an einer Fortsetzung dieses Projekts für Versoix und Onex interessiert sind und ein neues Budget erwarten. Für eine weitere Unterstützung brauchen wir aber zusätzliches Geld von Sponsoren, die Kollekte von den Friedenskonzerten reicht nicht. Die Villa YoYo (Union Chrétiennes) und IJD sind an einer Weiterführung sehr sehr interessiert.

Heidemarie Zeller