AKTION DER SCHWEIZERISCHEN VEREINIGUNG Musik+Leben (vormals Musique Espérance) MUSIKSTIPENDIEN IN DER SCHWEIZ FÜR KINDER UND JUGENDLICHE MIT EINER BEHINDERUNG
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Erstes Kapitel: Konzert in Villebon am 21 März 1998 zum 15jährigen Bestehen von Musique Espérance: Auftritt von Michel Petrucciani. Michel Petrucciani hat in seiner Jugend die nötige Unterstützung und Hilfe gefunden. Es ist nicht mehr als recht und billig, wenn wir heutigen Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung ebenfalls Hilfe und Unter-stützung zukommen lassen. |
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2. Kapitel: Es ging alles wie am Schnürchen: Die Veranstalter eines Galakonzertes in Genf wollten Musique Espérance für seine Aktion Fr. 100’000.- überreichen. Die Bewegung Musique Espérance ging nicht ganz leer aus, sondern wurde Besitzerin von 3 ausgezeichneten Musikinstrumenten im Wert von fast 3000 Fr, welche uns von Genfer Musikgeschäften geschenkt wurden. |
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3. Kapitel Im Herbst 1998 schlug uns der Präsident der Schweizerischen Chorvereinigung eine gemeinsame Aktion vor. Musique Espérance begrüsste die Zusammenarbeit und dankte für das Angebot dieser grossen Hilfe. Am Anfang waren es nun nicht Fr. 100’000, sondern kleine und grössere Beträge von überall her. Es war für uns sehr beeindruckend, wie viele Chöre aus der ganzen Schweiz bei dieser Aktion spontan mitmachten und wie viel Zustimmung wir für unsere Arbeit bekamen. |
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Das Aktion ging nach zwei Jahren ihrem Ende entgegen. Die Solidarität der Schweizer Chören im ganzen Land zu erfahren, war ein wirklich bewegendes Erlebnis für uns alle von Musique Espérance / Musique et Vie Schweiz. Ganz offensichtlich löste das gemeinsame Singen Erfahrungen und Gefühle aus, die weit über das hinausgingen, was sonst in andern Gruppierungen passiert. Das Bemühen um Harmonie und Wohlklang, das Eingehen in die Gedankenwelt und Motive derjenigen, welche die Musik geschaffen haben, die intensive Beschäftigung mit andern Menschen, die neben und mit einem singen und Musik machen, führt wohl dazu, dass man sich leichter und intensiver öffnet für Mit-menschen und ihre Probleme. In diesem Fall haben nun Kinder und Jugendliche davon profitiert, denen es weniger gut geht und welche den Zugang zur Musik suchen und nötig haben. Die Hilfe, die wir alle ihnen und ihren Eltern nun geben konnten, bereicherte ihr Leben, gab ihnen Trost und Selbstbestätigung, gab ihnen auch Kraft und Mut. |
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Aus den Briefen der Musikerinnen und Musiker: Wir finden die Idee, einmal “andere” Menschen musikalische zu fördern und zu unter-stützen sehr sinnvoll. Viele geistig Behinderte haben Zugang zur Musik und können oft ein Instrument spielen lernen. Dass Sie gezielte Hilfe in Einzelfällen leisten, freut uns. Ihre Informationen über das wunderbare Werk von Musique Espérance haben wir mit grossem Interesse gelesen und danken Ihnen herzlich für die grosse Arbeit, die international für benachteiligte Mitmenschen geleistet wird. Neben den schlechten Nachrichten, die man tagtäglich in der Zeitung liest, ist es eine wahre Wohltat, Ihre guten Mitteilungen zu vernehmen. Wir hoffen, dass wir mit unserem Erlös dazu beitragen können, dass irgendwo und irgendwem die Freude und die Möglichkeit geboten werden, an der wunderbaren Welt der Musik teilhaben zu können. Wir hoffen sehr, mit unserem Beitrag etwas Freude vermitteln zu können. Es liegt allen Teilnehmern und den Organisatoren am Herzen, die Idee der Ausrichtung von Musik-stipendien in der Schweiz fur Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung zu unter-stützen. Wir beglückwünschen Sie zu Ihrem Tun und wünschen Ihnen Kraft (und natürlich auch die nötigen Finanzen), um das Werk erfolgreich weiterführen zu können. |
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Die selbstlose Mithilfe der Schweizer Chöre hat auch andere Spender beeindruckt und die Gaben sind so reichlich geflossen, dass wir vor Jahresende den angestrebten Betrag von 100’000.- erreicht hatten. Einen Drittel des ganzen Betrages haben wir von grossmütigen Spendern erhalten, und das in einer Zeit, wo die Bettelbriefe in grosser Zahl ins Haus fliegen. Die erträumte Marschroute konnte eingehalten werden: 50’000.- bis Weihnachten und Ende des Jahres 2000 75’000.- weit über 100’000.- bis am Ende der Aktion. Damit konnten wir für 2-3 Jahre ungefähr 25 Kinder und Jugendliche unterstützen. |
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Beeindruckend ist aber auch der Betrag, der von Angehörigen von Musique Espérance zusammengetragen wurde. Sie alle haben in grosszügiger Weise zu diesem Erfolg beigetragen. Der materielle Erfolg ist die eine Seite, sie ermöglicht Hilfe und Unterstützung, die andere Seite aber ist die Solidarität von Hunderten von Menschen in der Schweiz mit Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung, ist die Solidarität mit dem Gedankengut von Musique Espérance, welches die Musik in den Dienst der Menschenrechte, des Friedens und der Jugend stellt. Sie haben auch uns Mut und Vertrauen in unsere Arbeit gegeben. Dafür danken wir allen. |
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Ganz besondern Dank gebührt aber der Schweizerischen Chorvereinigung, ihrem Präsidenten Jean-Pierre Salamin, er hat für die Aktion den entscheidenden Anstoss gegeben und vor allem der Redaktorin der Schweizerischen Chorzeitung, Frau Theres-Ursula Beiner.
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Die Musik gibt uns das Gefühl einer bessern Welt J.W. von Goethe |
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Auf dem Weg nach Cuszco, Peru 1954 © Werner Bischof Die Aufnahme wurde uns von der Bischof Estate, Zürich gratis für unsere Aktion zur Verfügung gestellt |
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Aktion 2001/02: „..ihnen eine Sprache geben“ |
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